Eine Reise durch die Geschichte Brandenburgs
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600 – 750

600 – 750 – Slawische Stämme im Elbe Oder Raum

Jahr 600 – 750

Als die Merowinger im 6. und 7. Jahrhundert ihren Machtbereich bis zur Saale und Elbe ausdehnten, lösten Hunnen und später Awaren von Osten her Wanderbewegungen slawischer Stämme aus. Diese Slawen kamen vermutlich aus Böhmen, Kleinpolen und Schlesien und gelangten seit dem 6. Jahrhundert in den Saale Elbe Raum, teilweise bis in die Altmark und das Hannoversche Wendland; die dort noch lebenden Germanen wurden im Laufe der Zeit aufgenommen. Durch die Politik der Karolinger, besonders Karls des Großen, wurden die westslawischen, noch nicht christlichen Völker zu direkten Nachbarn des Frankenreiches. Im Kampf gegen die Sachsen unterstützten die Obodriten aus Ostholstein und Mecklenburg Karl den Großen, während Karl ihnen gegen die Wilzen half, die im nördlichen Brandenburg siedelten. Zu den Wilzen zählten unter anderem Ukranen in der Uckermark, Redarier, Circipanen und Tollensanen in Mecklenburg, zeitweise auch Heveller an der mittleren Havel, Sprewanen um Köpenick, Linanen um Lenzen sowie südlich davon mehrere sorbische Stämme bis zur Lausitz.

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