Eine Reise durch die Geschichte Brandenburgs
← Zur Chronik
1500 v. Chr. – 700 v. Chr.

1500 v. Chr. – 700 v. Chr. – Lausitzer Kultur in Brandenburg

Jahr 1500 v. Chr. – 700 v. Chr.

Die vom Berliner Mediziner Rudolf Virchow benannte Lausitzer Kultur breitete sich von der Lausitz aus über weite Bereiche des östlichen und südlichen Mitteleuropas aus und reichte im Norden bis an die mittlere Oder. Dort berührte sie den Einflussbereich der nordischen Bronzezeit, der bis in das Havel-Spree-Gebiet im heutigen Brandenburg und Berlin reichte. Funde auf dem Barnim und im Havelland zeigen Fernhandel unter anderem mit dem Rhein-Main-Gebiet und dem Weser-Elbe-Gebiet; im Berliner Raum und besonders in der Lausitz entstanden zahlreiche Siedlungen mit Holz- und Pfostenbauten. Die Menschen bauten Getreide an, ernteten mit Bronzesicheln, hielten Rinder und Pferde, bestatteten ihre Toten in Urnen auf Gräberfeldern, und günstige Lebensbedingungen führten zu Bevölkerungswachstum und neuen Herrschaftszentren, wie es das Königsgrab von Seddin bei Perleberg zeigen könnte.

← 2000 v. Chr.: Aunjetitzer Kultur in Brandenburg 700 v. Chr.: Rückgang der Besiedlung in der frühen Ei → Zur gesamten Chronik