Gero, ein mächtiger sächsischer Markgraf unter König Otto I., dehnte seine Mark, also ein militärisch gesichertes Grenzgebiet, bis an die Oder aus. Die Oder ist heute ein wichtiger Fluss in Mitteleuropa und bildet teilweise die Grenze zwischen Deutschland und Polen. Auch die Lausitz, eine Region im heutigen Südbrandenburg, Ostsachsen und Teilen Westpolens, wurde in seinen Herrschaftsbereich einbezogen; genauer handelte es sich damals eher um militärische Oberherrschaft und Tributpflicht als um eine feste Verwaltung wie in späterer Zeit. Anschließend legte Gero seine Waffen nieder und pilgerte nach Rom, dem Zentrum der römischen Kirche im heutigen Italien.