1336 fand in Angermünde einer der frühesten bekannten Ketzerprozesse Brandenburgs statt. 14 Menschen wurden zum Tod verurteilt und auf dem Marktplatz verbrannt. Die Quellen bezeichneten sie teilweise als „Luziferianer“, die Forschung geht jedoch davon aus, dass es sich wahrscheinlich um Anhänger der Waldenser, einer von der mittelalterlichen Kirche verfolgten religiösen Bewegung, handelte. Das Ereignis brachte der Stadt lange den Beinamen „Ketzer-Angermünde“ ein.